Tag-Archiv für 'Ostring'

TOP 7 - Lärmaktionsplan der Landeshauptstadt Kiel

Herr Levtzow (SPD) erklärt, daß das Thema Ostring seit Jahren regelmäßiger Bestandteil der Tagesordnungen des Ortsbeirats sei. Herr Stolze (Die LINKE) schlägt vor das Thema zu vertagen. Herr Levtzow stellt fest, daß über das Thema zeitnah eine Entscheidung gefällt werden muss, da ansonsten kein Einfluß mehr auf die städtische Entscheidung genommen werden könne.

Kertin Ohms (KIV) erkärt, daß die Lärmbelastung auf dem Ostring nicht länger hinnehmbar sei. Sie wünscht sich mehr Protest seitens des Ortsbeirates und darüber hinaus seitens der Gaardener Bürger. Auch eine Demonstration hält sie für wünschenswert. Es habe zur Lösung des Problems viele Vorschläge gegeben. Sie bedauert abschließend, daß die Gaardener Bürger sich zu viel gefallen ließen.

Herr Levtzow (SPD) gibt Ihr Recht. Man solle hinsichtlich des Ostrings kundtun, daß die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht ausreichend seien.

Herr Mrozek (CDU) bezeichnet die Situation hinsichtlich des Ostringlärms als traurig, da Abhilfe erst in vielen Jahren zu erwarten sei. Die telematischen Maßnahmen würden nicht reichen. Er wünscht sich eine Aufforderung an die Stadtverwaltung, wirksamere Maßnahmen zu ergreifen.

Herr Levtzow (SPD) schließt den Tagesordnungspunkt.


Protokoll der Ortsbeiratssitzung am 10.9.2008 TOP 6 - Modellvorhaben „Sport- und Begegnungspark auf dem Ostufer“ und Neuausrichtung des Sommerbades Katzheide

Modellvorhaben „Sport- und Begegnungspark auf dem Ostufer“  und Neuausrichtung des Sommerbades Katzheide

Stadtrat Möller stellt das Projekt Park in Bewegung vor.

Es soll das Areal zwischen Preetzer Straße, Ostring und der Kleinbahn entwickelt werden. Das Bundesamt für Raumordnung und Bauwesen hat Mittel bereitgestellt, um zu eruieren, wie das ca. 37 Hektar große Gebiet entwickelt werden kann.

Herr Krimson zeigt eine Powerpoint-Präsentation zu dem Thema (Link).

Unter anderem sind in diesem Areal zu Attraktivitätssteigerungen folgende Maßnahmen geplant:

1. Spielplatz für Erwachsene

2. Licht in Bewegung - LED-Beleuchtung im Park

3. unzerstörbare Möbel (mit vorheriger Testphase verschiedener Hersteller)

4. Atmosphären schaffen (Muthesiusschule)

5. Digitale Litfasssäule

Herr Stolze fragt, wie man sich an der Planung beteiligen könne. Herr Krimson gibt an, daß die bisherige Planungsphase nicht öffentlich gewesen sei und die Teilnehmer von vornherein feststanden. Er gab an, daß der Aktionstag, an dem Bürger zur Beteiligung motiviert werden sollen, leider wegen des schlechten Wetters keine große Resonanz gefunden hat.

Herr Stolze fragt, ob es Sitzungsprotokolle der Sitzungen der Lenkungsgruppe ergäbe, Herr Krimson verneint dies. Herr Möller erläutert anschliessend, daß das Projekt mit Hilfe des Bundes durchgeführt wird, der die Projektdurchführung im wesentlichen vorgegeben hat.

Frau  Ernst-Bretschneider betont, daß sie das Projekt sinnvoll findet, gibt aber zu bedenken, daß in dessen Rahmen Bäume gefällt und Flächen versiegelt werden. Sie fragt, inwieweit Naturschutzverbände zu dieser Thematik gehört worden sind.

Stadtrat Möller gab zur Antwort, daß eine entsprechende Einbindung noch nicht stattfand. Die entsprechenden Personen würden zu gegebener Zeit involviert.

Herr Sobotta fragt, was in den Planungspapieren über Vandalismus, Sicherheitsangestellte und Parkmanager steht. Desweiteren wünscht er sich mehr Informationen über die Sachverhalte, daß Areale abgesperrt werden sollen und daß Eintritt erhoben werde.

Er gibt zu bedenken, daß die Intention des Projektes die Zielgruppe der Gaardener Bürger verfehlen werde und so die Akzeptanz bei den Gaardenern eher gering ausfallen werde.

Anschliessend weist er auf den Sachverhalt hin, daß bereits 150000 Euro an Planungsgeldern aufgewendet worden sind.

Er beklagt, daß die wirklichen Nutzer ungenügend in die Planungsphase mit eingebunden wurden und fragt, welche Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung aktuell bestehen.

Herr Krimson antwortet, daß Vorschläge von 80 Kindern berücksichtigt wurden, die diese im Laufe von mehreren Wochen vorbrachten. Es gab einen Infostand auf dem Vinetaplatz wo Bürger Vorschläge einreichen konnten. Alle Informationen, die bereits von den Bürgern kamen, sind in die Planungen einbezogen worden. Er zeigt sich ob der kommenden Bürgerbeteiligung optimistisch.

Frau Ohms übt Kritik an dem Vorwurf der mangelnden Bürgerbeteiligung und betont, daß genug getan wurde, um diese zu gewährleisten.

Frau Midyati erwähnt, daß die Bürgerbeteiligung an ähnlichen Projekten immer recht gering ausfalle und man im Rahmen dieses Projektes sich direkt an die Betroffenen gewandt hätte.

Herr Levtzow wünscht sich, daß der Ortsbeirat hinter diesem Projekt steht. Er weist darauf hin, daß Grünflächen und Sportanlagen nicht darunter leiden.

Herr Mrozek wünscht sich daß zu kommenden Veranstaltungen der gesamte Ortsbeirat eingeladen wird, dies sei zum 2. Projektworkshop nicht geschehen.

Im zweiten Teil stellt Stadtrat Möller das Projekt Katzheide vor. Er erläutert die aktuelle Umordnung der Bäderlandschaft Kiels. In dessen Rahmen soll Katzheide als Kombibad eingerichtet werden. Das Freibad soll überdacht werden und bei Erfolg soll die Schwimmhalle Gaarden geschlossen werden. Im Winter soll auch die Freibahn bespielt werden. Die Finanzierung soll über Eintrittsgelder erfolgen, die Wirtschaftlichkeit dürfe nicht vergessen werden. Die Ratsversammlung wird vorrausichtlich festlegen, daß Schwimmen bezahlbar bleibt. Es soll über das reine Schwimmen hinaus weitere Angebote geben.

Herr Sobotta wirft ein, daß die Gaardener als Kunden einen rentablen Betrieb nicht gewährleisten können da sie nicht über genügend Geld verfügen. Er fragt, wie hoch der Eintritt sein wird.

Herr Möller gibt an, daß der Betrieb des Bades subventioniert werden muss. Ein privater Investor würde den Schuldendienst über die Pacht bezahlen, welchen er über die Grund-Eintrittsgelder und weitere kostenpflichtige Angebote erwirtschaftet. Auch eine Gastronomie soll zum Unterhalt beitragen. Er zeigt sich optimistisch, daß durch dieses Konzept die Defizite zu verringern aber nicht zu vermeiden sind. Die Besucherzahlen hätten sich in den Kieler Bädern im Gegensatz zum Bundestrend sehr positiv entwickelt.